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Pfingsten - Empfangt den heiligen Geist

Pfingsten ist das Fest, an dem der Wunsch Jesu Wirklichkeit wird, der gesagt hat:

„Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen“. Die Jünger Jesu hatten einmal für den Herrn Jesus gebrannt. Aber mit der Kreuzigung war für sie die ganze Sache aus. Verschreckt und kleinmütig sitzen sie beieinander hinter verschlossenen Türen zusammen. Da war nicht mehr Freude, da war Angst, Angst vor den Juden.


Aber nach fünfzig Tagen am Pfingstfest treten die Jünger am Marktplatz in Jerusalem selbstbewusst auf. Mit Begeisterung und Unerschrockenheit verkünden sie die großen Taten Gottes. Erfüllt mit dem Heiligen Geist erkennen Petrus und die anderen Jünger auf einmal: den Weg des Kreuzes als den Weg der Erlösung. Von dieser festen Überzeugung verkündet Petrus: „Diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, den hat Gott bestätigt. Er hat ihn auferweckt.“ Da ist nichts mehr von Angst, nur noch Begeisterung und Jubel. Petrus und die anderen Jünger begannen wieder zu brennen für den Herrn.


Wie ist es passiert? Oder Was ist in diesen fünfzig Tagen passiert?


Erstens: Vierzig Tage hindurch ist der Auferstandene den Jüngern begegnet und hat sich ihnen durch viele Beweise als der Lebendige gezeigt. Sie konnten seine Hände und seine Füße sehen, und mit ihm essen. Sie wussten: Er lebt! Und das machte sie stark.


Zweitens: Die Jünger haben am eigenen Leibe erlebt, was Erlösung bedeutet. Natürlich hatte der irdische Jesus oft zu ihnen über Erlösung gesprochen. Aber jetzt am Ostertag, erfahren sie es am eigenen Leib, was es bedeutet:

Mir ist Erlösung geschenkt worden, bedingungslos.

Am Osterabend trat Jesus in ihre Mitte, zeigte ihnen seine Hände und seine Seite und ohne Vorwürfe sagte er einfach zu ihnen:

„Friede sei mit euch.“

Das bedeutet: Ich nehme euch so an, wie ihr seid, trotz eurer Schwächen und Fehler. Das bedeutet Erlösung, und das gibt Kraft.

Dann spricht Jesus zu den Aposteln: „Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.“ Ich brauche euch, ich sende euch. Und eure Sendung ist genau wichtig wie meine Sendung.

Da spürt der einzelne Apostel plötzlich: Ich werde gebraucht. Ich erhalte eine Aufgabe. Und es tut so gut zu wissen: Trotz meiner Schwächen, mit meinen Fehlern bin ich von Gott angenommen, so wie ich heute bin. Und das macht stark.


Drittens: Mit den Aposteln war vor Pfingsten Maria im Gebet vereint. Die Apostel suchten die Nähe Marias, um von ihrer Erfahrung zu lernen. Maria hatte in ihrem Leben bereits große Erfahrungen mit dem Heiligen Geist gemacht. Bei der Verkündigung der Geburt Jesu fragte sie den Erzengel Gabriel: „Wie soll das geschehen?“ Es gibt in unserem persönlichen Leben immer wieder Situationen, in denen wir die besorgte Frage stellen: „Wie soll das geschehen?“

Maria kann uns auf die Kraft des Heiligen Geistes hinweisen, mit der so vieles möglich wird, was wir für unmöglich halten.


Und schließlich ein Viertes.

Und damit kommen wir zum Geheimnis des Pfingstfestes. Es ist ein ganz schlichtes Wort: „Empfangt den heiligen Geist.“ Das ist gleichsam die Ausrüstung für die Sendung, die Kraftquelle, die Jesus ihnen gibt. Das ist das innere Feuer, das in ihnen brennt, damit sie den Mut haben, auf Menschen zuzugehen und sogar ihr eigenes Leben aufs Spiel zu setzen für Jesus.


Pfingsten lädt uns ein, darauf zu vertrauen, dass auch in uns das Feuer des Hl. Geistes brennt, das Feuer der Liebe, das Feuer der Lebendigkeit, der Phantasie und der Kraft! Und Pfingsten lädt uns ein, dieses Feuer in uns zu hüten, damit es nicht ausgeht!

Lassen wir das Feuer in unserem Ofen brennen, damit es alles in uns wärmt, reinigt und erneuert, damit alles in uns von Gottes Liebe durchdrungen wird! Wenn wir das Feuer in uns bewachen und bewahren, können sich auch andere an unserem Feuer wärmen. Und das ist etwas zutiefst Christliches: Gott gibt uns seinen Beistand, seinen Heiligen Geist, damit wir einander helfen, damit wir einander zum Heil werden. Gott schenke uns allen seinen Beistand - den Heiligen Geist


Gedanken zum Pfingstfest von Pfarrer Mag. Rosh Joseph KALLUVEETTIL

Pfarre Kirchdorf, Lustenau, Vlbg




Euch allen wünschen wir ein gesegnetes Pfingstfest!


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