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Wolke von Zeugen - Glaube!

Administrator
vor 6 Tagen
4 Min. Lesezeit

Wolke von Zeugen – Glaube!


„Deshalb lasst nun auch uns, da wir eine so große Wolke von Zeugen um uns haben, jede Bürde und die uns so leicht umstrickende Sünde ablegen und mit Ausdauer laufen den vor uns liegenden Wettlauf, indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen die Schande nicht achtete und das Kreuz erduldete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes.“ (Hebräer 12,1–2)


Wer hat sich im Leben oder im Glauben schon einmal völlig isoliert gefühlt? Wenn Zweifel nagen, wenn Schicksalsschläge das Vertrauen erschüttern oder der Alltag einfach nur noch anstrengend ist, schleicht sich schnell das Gefühl ein: Ich bin ganz allein auf dieser Strecke. Niemand versteht, was ich durchmache.


Der Verfasser des Hebräerbriefs kennt diese geistliche Müdigkeit. Er schreibt an eine Gemeinde, der die Kraft, der Atem ausgegangen ist. Und er ruft ihnen – und uns heute – ein gewaltiges Bild zu: Wir laufen nicht im leeren Raum. Wir sind umgeben von einer riesigen „Wolke von Zeugen“.


Wer oder was ist diese Wolke?

Das griechische Wort Σύννεφο (Sýnnefo) für „Wolke“ steht hier für eine unzählbare, dichte Fülle. Wenn TeilnehmerInnen z.B. eines Marathonlaufs im Stadion einlaufen, stehen auf den Rängen die Zuschauer und feuern sie an. Genau das ist mit der Wolke von Zeugen gemeint.


Wer sitzt auf diesen Rängen? Wer sind diese Zeugen?

Die biblischen Vorbilder: Diese Wolke von Zeugen bezieht sich auf die Kapitel direkt davor (Hebräer 11). Darin werden Beispiele von Glaubenshelden aus dem Alten Testaments genannt: Abraham, Sara, Mose, David. Aber das Faszinierende ist: Das waren keine perfekten „Glaubenshelden“ ohne Fehl und Tadel. Abraham hatte Angst, Mose war ein Mörder auf der Flucht, David stürzte tief in Schuld. Sie waren fehlbare Menschen wie du und ich. Doch sie hielten an Gottes Hand fest. Ihre Lebensgeschichten rufen uns zu: „Gott hat uns durchgetragen – er schafft das bei dir auch!“


Die Zeugen unseres eigenen Lebens: Zur Wolke gehören auch die Menschen, die uns konkret im Leben geprägt haben. Die Großmutter, die leise gebetet hat; der Freund, der in schweren Zeiten zugehört hat; Menschen in der Gemeinde, die trotz eigener Krankheiten oder Rückschläge eine tiefe, ansteckende Hoffnung ausstrahlen. Diese Wolke schaut nicht kritisch auf uns herab, um uns zu bewerten. Sie spornt uns an!


Ballast abwerfen und laufen

Weil wir diese Arena der Ermutigung haben, fordert uns der Text zu zwei ganz praktischen Schritten auf:

Legt den Ballast ab: Ein Läufer tritt nicht im Wintermantel und mit schweren Wanderstiefeln zum Sprint an. Was beschwert unser Leben gerade? Sind es Sorgen um die Zukunft? Ist es die „Sünde, die uns umstrickt“ – alte Gewohnheiten, Bitterkeit oder der ständige Vergleich mit anderen? Der Text ermutigt uns: Wirf es ab. Bring es im Gebet vor Gott. Du musst es nicht weiterschleppen.

Lauft mit Ausdauer: Der Glaube ist kein kurzer 100-Meter-Sprint, sondern ein Marathon. Es kommt nicht darauf an, wer am schnellsten startet, sondern wer Schritt für Schritt dranbleibt – auch dann, wenn die Beine schwer werden. Ausdauer bedeutet nicht, keine Schwachheit zu zeigen, sondern in der Schwachheit Gottes Kraft zu suchen.


Der Fokus: Aufsehen zu Jesus

Wie hält man diesen Marathon durch? Nicht, indem wir ständig verkrampft auf unsere eigenen Füße starren oder ängstlich auf die Konkurrenz blicken.

Der entscheidende Schlüssel heißt: Aufsehen zu Jesus! Er ist der „Anfänger und Vollender des Glaubens“. Er hat den Weg freigemacht, er ist ihn vorangegangen, und er wartet am Ziel auf uns. Wenn der Blick auf die Welt uns mutlos macht und der Blick auf uns selbst uns verzweifeln lässt, dann schenkt uns der Blick auf Jesus neuen Mut. Er verurteilt uns nicht für unsere Pausen oder Stolperer, sondern er reicht uns die Hand, um uns wieder aufzurichten. Jesus fordert uns geradezu auf, unseren Ballast vor IHM abzulegen, denn er hat mit seinem Erlösungswerk alle Schuld, alles Leid und alle Krankheit auf sich genommen. Wir müssen lediglich Jesus als unseren Retter annehmen und daran glauben. Wenn wir IHN als unseren Erlöser in uns aufnehmen und davor unsere Fehler, die bewussten und unbewussten, IHM bekennen, also eine Wiedergeburt im Sinne von Johannes 3,3 erleben, dann werden wir SEINE Kraft, SEINE Barmherzigkeit und SEINE Liebe spüren und erfahren.


Glaube

"Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht." (Hebräer 11,1)

Die intensivste und tiefste Form des Glaubens ist „auf Gott hin glauben“. Es ist ein echter und richtiger, persönlicher Glaube, der darin besteht, auf Gott zu bauen, IHM tiefstes Vertrauen entgegenzubringen und sein gesamtes Leben auf Gott hin auszurichten. Wie oft hören wir in Bibelstellen „Dein Glaube hat Dir geholfen?“. Sowohl im Alten wie auch im Neuen Testament wird uns davon berichtet:

-       Abraham hat Gott geglaubt, und das wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet

(Röm 4,3);

-       Moses Lebensgeschichte und sein Glaube an Gottes Befreiung aus der

Sklaverei in Ägypten (2Mose 3-14);

-       Davids Glaube und Gottes Eingreifen im Kampf mit dem Riesen Goliath

(1. Samuel 23) im Kampf mit den Philistern;

-       Heilung des blinden Bartimäus (Mk 10,46-52)

-       Der Hauptmann von Kapernaum zeigt großen Glauben als er Jesus bittet,

seinen kranken Diener zu heilen (Matth 8,5-13)

-       Der stille Glaube der blutflüssigen Frau, die glaubt, dass selbst eine Berührung

des Gewandes von Jesus sie heilen wird – was auch geschah (Mk 5,25-34)

 

Ermutigung

Wenn sich die Mühen des Alltags, Zweifel, Ängste und Sorgen melden, dann richte den Blick nach oben, auf Jesus: Wir sind Teil einer unendlichen Gemeinschaft. Die Wolke von Zeugen umgibt uns, fängt uns auf und erinnert uns daran, dass das Ziel greifbar ist. Werfen wir den unnötigen Ballast ab, richten wir den Blick auf Jesus und gehen wir getrost den nächsten Schritt fest verankert im Glauben an unseren Retter und Erlöster Jesus Christus. Der Glaube hilft uns – diese Zusage gilt allezeit!



 
 
 

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