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Weihnachtsfrieden

„Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben; und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Ratgeber, starker Gott, Ewig-Vater, Friedensfürst.“ - Jesaia 9:6

Dezember 1914. Die Welt im Krieg. Ein neues Tief für die Menschheit. Mit der Einführung von Senfgas und dem Maschinengewehr konnten nun mehr Menschen viel schneller getötet werden. Man hatte erhofft, dass der Krieg schnell wieder vorbei sein könnte, vielleicht sogar schon am Ende des Jahres. Aber nein, es war nur der Anfang. Und so, am frühen Weihnachtsmorgen standen Soldaten in den Schützengräben und wartenden auf den Startbefehl die Schlacht für den Tag neu zu beginnen.

Aber dann geschah etwas. Etwas überraschendes. Zuerst riefen ein paar Soldaten sich gegenseitig Weihnachtsgrüße über das Schlachtfeld zu. Dann Andere begannen Weihnachtslieder auf Deutsch, Englisch und Französisch zu singen. Und dann auf der einen Seite, traute sich ein Soldat aus dem Graben zu klettern und lief langsam übers Feld Richtung Feind. Trotz klarer Sicht schauten die Scharfschützen ihm nur zu. Von der anderen Seite lief dann ein Soldat ihm entgegen. Die Feinde schüttelnden sich die Hände im Niemandsland. Und so begann ein fast Europaweiter, inoffizieller Waffenstillstand: der Weihnachtsfrieden von 1914.

Soldaten teilten Ihre Essensvorräte, tauschten Geschenke aus, und zeigten einander Bilder von ihren Familien. Einige beteiligten sich an Gefechten ohne Blutvergießen, Schneeballschlachten und Fußballspielen. Es war ein heller Moment in einem ansonsten dunklen, hoffnungslosen und scheinbar endlosen Krieg. Aber der Frieden dieser Waffenruhe würde natürlicherweise nicht lange anhalten. Schon am nächsten Tag, trafen sich dieselben Männer, die am vorherigen Tag noch zusammen "Stille Nacht" sangen, auf dem Schlachtfeld und zeigten einander keine Gnade.

Ist das nicht ein gutes Beispiel für Frieden auf dieser Welt? Frieden hält niemals lang genug an. Für die meisten Menschen ist Frieden nur die vorübergehende Abwesenheit von Konflikt. Das Problem, das viele nicht verstehen ist, dass Weihnachtsfriede nicht mit uns selber beginnt. Wir erhalten Frieden nicht durch irgendeine positive Einstellung. Frieden mit dir selber und mit anderen ist eigentlich zweitrangig. Denn wahrer Weihnachtsfrieden beginnt erst mit Frieden mit Gott.

Jesus kam, um der Welt Frieden zu bringen. Die gute Nachricht heute ist, dass das Frieden mit Gott nicht nur ein Geschenk ist, sondern ewiglich nachhaltig ist, ein Frieden der tiefer geht als alles Menschliche. Ein Weihnachtsfrieden der das ganze Jahr lang anhält, alles übersteht und auch zwischenmenschliche Beziehungen beeinflusst! Heute, auf, renn zur Quelle des Friedens, Jesus Christus, den Friedensfürst.


Dr. Mike Clark

FCG Bregenz, Pastor

Fotoarchiv Diözese Feldkirch

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