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Weihnachten ist mehr

  • Autorenbild: CPV Vorarlberg
    CPV Vorarlberg
  • 22. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Ein verbindliches Weihnachten – Warum das Fest mehr sein will als Glanz und Gefühl


Alle Welt feiert Weihnachten. Und tatsächlich liegt ein besonderer Zauber über diesen Tagen: Menschen versöhnen sich, sitzen gemeinsam unter dem Christbaum, schenken einander Zeit, Worte und Wärme. Lichter glühen, Kerzen flackern, Sterne funkeln – und etwas in uns sehnt sich nach einer Welt, die heil ist, friedlich, voller Liebe. Wir singen, wir hören die alte Botschaft, wir schauen in die Krippe – als könnten wir den Frieden, nach dem wir uns sehnen, fast mit Händen greifen.


Und doch: Sobald die Feiertage vorüber sind, scheint dieser Zauber zu verblassen. Der Alltag kehrt zurück, kleine Konflikte werden wieder laut, die liebevollen Vorsätze verlieren an Kraft. Warum bleibt so wenig von dem, was uns anrührt? Warum verändert Weihnachten uns so selten wirklich – im Herzen, im Denken, im Miteinander?


Vielleicht, weil wir es oft unverbindlich feiern. Als warmes Ritual, das für einen Moment tröstet, aber nicht weiter trägt. Viele sagen ehrlich, dass ihnen der Satz „Christus ist der Erlöser der Welt“ wenig bedeutet. Und dennoch ist genau das die Mitte dieses Festes. In der Krippe liegt nicht nur ein Kind – dort beginnt die Geschichte der Liebe, die sich für uns hingibt, die aufersteht, die uns ihren Geist schenkt. Weihnachten ist nicht einfach Atmosphäre. Es ist Gottes zärtliche und zugleich kraftvolle Entscheidung für uns.

Diese Liebe bleibt nicht ohne Anspruch. Sie lädt uns ein, fordert uns heraus – nicht mit Druck, sondern mit einem leisen, liebevollen Ruf: Entscheide dich. Für den Weg des Friedens. Für ein Leben, das nicht nur um sich selbst kreist. Für eine Hoffnung, die größer ist als deine Sorgen. Die Hirten von Bethlehem haben diesen Ruf gehört. Sie ließen sich aufrütteln, machten sich auf, fanden das Kind – und kehrten als verwandelte Menschen zurück.


Auch uns stellt Weihnachten diese Fragen:

  • Wo brauche ich einen Erlöser?

  • Wo ist es kalt oder dunkel geworden – in meinen Beziehungen, in meinem Glauben, in meinem Inneren?

  • Wo wünsche ich mir Mut, Heilung, einen Neuanfang?


Weihnachten ruft uns weg vom gemütlichen Lagerfeuer der Gewohnheit und Bequemlichkeit. Es lädt uns ein, aufzubrechen – hinein in ein Licht, das Orientierung schenkt. Ein Licht, das sagt: Du bist nicht allein. Du bist geliebt. Du kannst neu beginnen.


Und je mehr wir Christus wirklich als unseren Erlöser annehmen, desto tiefer kann sein Frieden in uns wachsen. Nicht nur als stimmungsvolle Emotion, sondern als Kraft, die unseren Alltag prägt: unser Denken, unser Reden, unser Handeln. Dann wird Weihnachten zu einem Fest, das wirkt. Ein Fest, das bleibt. Ein Fest, das Spuren hinterlässt – in uns und durch uns in dieser Welt.


Möge uns die Geburt unseres Erlösers neu berühren. Möge sie unser Herz wärmen, unsere Schritte lenken und unser Leben erleuchten.


Ein verbindliches, tiefes und von Herzen kommendes Weihnachten wünsche ich uns allen.


Pfarrer Rosh Joseph Kalluveettil

Lustenau, Vorarlberg




Wir wünschen Euch allen

ein friedvolles, gnadenreiches

und

gesegnetes Weihnachtsfest,


sowie alles erdenklich Gute im kommenden Jahr 2026!

 
 
 

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