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Advent - anderswie

Advent – anderswie

Die Stimmung in der Adventszeit ist heute irgendwie anders geworden. Christmas-Shopping, Punsch und Glühwein zu kulinarischen Leckereien im Übermaß, Weihnachtsfeiern in der Firma und in Vereinen reihen sich dicht aneinander, Lichterketten und ganze Glühbirnen-Landschaften an Häusern im Wettbewerb zueinander, allgegenwärtig Weihnachtslieder und Weihnachts-Popsongs aus den Lautsprechern, stressiges Zeitmanagement uvm beherrschen die Wochen vor dem herbeigesehnten Weihnachtsfest.


Alles ist einem Wandel unterworfen. Macht es da Sinn auf die gute alte Zeit ein Loblied anzustimmen oder die Romantik der guten alten Zeit zu beschwören?

Einerseits ja, ein Blick zurück in die eigene Kindheit weckt Bilder in mir, wie unsere Familie bei Kerzenlicht zusammen saß, erzählt und gesungen wurde, meine Geschwister und ich mit der Blockflöte Weihnachtslieder anstimmten, die Schalen von Orangen und Mandarinen in die Kerzenflamme ausgedrückt wurden und so einen wunderbaren Duft im Raum verbreiteten, auf der Platte des Kohlenofens in der Küche die Bratäpfel aufgelegt waren, im Kerzenschein Schattenspiele mit den Fingern und Händen an die Wand projiziert wurden. An manchen Tagen haben wir gemeinsam Kekse gebacken. In der warmen Stube war es gemütlich und fein. Allein die Erinnerung an diese Art von Advent in der Kindheit weckt eine Sehnsucht in mir, so wie damals bewusster und entspannter die Adventszeit zu leben.


Andererseits zeigt uns aber auch die Natur wie es geht. Pflanzen ziehen sich zurück, Blätter wurden abgeworfen, viele Tiere haben Vorräte angelegt, begeben sich in den Winterschlaf. Andere verlangsamen ihren Stoffwechsel, um die kalte Jahreszeit besser zu überstehen. So bereitet sich die Natur vor auf neues Leben, neue Kraft, auf das Kommende vor.


Wir sollten uns wieder bemühen, die Adventszeit zu nutzen, um im Wissen um Vergangenes uns auf das Kommende vorzubereiten. Dazu gehört aber nicht nur runterzukommen und sich nicht von Hektik und Stress anstecken zu lassen, sondern die Zeit des Wartens auf SEINE Ankunft, auf das wunderbare Fest, das uns an die Niederkunft des Herrn erinnert, zu verwenden, um uns und unser Christsein neu auszurichten, zu erneuern, zu vertiefen, sich von SEINER Kraft und Liebe berühren zu lassen.


Um führ IHN bereits zu sein braucht es Vorbereitung – da oder dort eine Entschuldigung, jemandem seine Hilfestellung anzubieten, einen lang versprochenen Besuch machen oder spontan jemanden aufsuchen oder einladen, der sonst alleine ist, eine Spende für einen guten Zweck, ein nettes Gespräch, Verzeihen und Versöhnen, sich in den Dienst einer guten Sache stellen, danken für all das Wunderbare, das wir erhalten oder erlebt haben, Frieden stiften, das Gebet für sich, die Familie, für andere.


Lassen wir IHM spüren wie sehr wir uns über SEIN Geschenk der Menschwerdung freuen, in dem wir in loben und preisen, IHN annehmen und IHM unser Herz schenken, IHM vertrauen, gut vorbereitet.





Wir wünschen Euch eine besinnliche und gesegnete Adventszeit!

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