Erhalt christlicher Symbole - zeitgemäß?

30.05.2019

Erhalt religiöser Symbole der christlich-abendländischen Kultur – zeitgemäß?

 

 

In verschiedenen Formen und unterschiedlichen Bereichen ist festzustellen, dass in unseren Breiten christliche Symbole aus dem öffentlichen Leben verbannt werden. Damit verbunden ist auch, dass diese Symbole und christlichen Feste ihren Sinngehalt zunehmend verlieren. Damit scheinen auch die christlichen Werte zu verschwinden.

 

An oberster Stelle der christlichen Symbole steht das Kreuz. Zu den Zeichen des christlichen Glaubens gehören aber auch Bildstöcke, Marterl, Adventkranz und Weihnachtskrippe, Darstellungen von Taube, Fisch und Lamm und ebenso Kirchen und Kapellen.

 

Mehr und mehr Menschen wenden sich von Religion auf Grund der zunehmenden Säkularisierung unserer Gesellschaft ab. Doch nur ein kleiner Teil dieser Atheisten und Freidenker stört sich an christlichen Symbolen, möchte, dass christliche Zeichen aus dem öffentlichen Raum verbannt werden. Laizistische Strömungen fordern, Religion dürfe keine Bedeutung für Staat und Gesellschaft haben. Politiker und Politikerinnen lassen sich dazu verleiten religiöse Symbole aus dem öffentlichen Raum entfernen zu lassen, um der „Neutralität“ alle Bürger gegenüber gerecht zu werden, wie sie meinen.

 

Festzustellen ist auch, dass Erziehung – auch in Wertefragen – immer mehr in die öffentliche Hand gelegt wird. Mit der zunehmenden, mehr und mehr notwendiger werdenden außerhäuslichen Erwerbstätigkeit der Mütter erfolgt dies bereits von frühester Kindheit an. Der Religionsunterricht weicht dem Ethikunterricht, Kreuze werden aus Klassenzimmern entfernt, statt Schulmessen zu Beginn und am Ende eines Schuljahres gibt es interkulturelle Feiern und damit geht schleichend die Auflösung des christlichen Wertesystems einher.

 

Der Kern christlicher Feste und Symbole bleibt

 

Tatsächlich wurden aber auch viele christliche Symbole ihres Sinnes entleert. Weihnachten, das Fest der Geburt Christi, degenerierte zum beispiellosen Konsumrummel. Pfingsten wird nicht mehr als geistlicher Feiertag wahrgenommen, sondern als verlängertes Wochenende. Ostern ist wichtig geworden für die Tourismusbranche und auch für Statistiker, die über das Osterwochenende die Verkehrstoten zählen und in einer Statistik via Medien das Ergebnis verkünden. Der Sonntag ist nicht mehr der Tag des Herrn, der Familie, des Ausruhens sondern ein Tag des Freizeitstresses.

 

Und dennoch sind viele Menschen berührt, wenn sie am Wegrand einen Bildstock sehen, denn jemand aus Dankbarkeit errichten ließ, oder wenn sie nach dem Aufstieg auf dem Berggipfel am Fuß eines Gipfelkreuzes rasten, sich stärken und den Ausblick, die Schöpfung genießen.

 

Mit neuem Leben erfüllen!

 

Auch wenn christliche Symbole und Feste ihren geistlichen Gehalt scheinbar stark eingebüßt haben, so bedeutet dies nicht, dass man sie deswegen abschaffen oder verschwinden lassen soll. Im Gegenteil, es liegt an uns, ihnen wieder den ursprünglichen Sinn zu geben, den Wert und die Werte zu erkennen! Auch in einer säkularisierten

Öffentlichkeit sind genau solche Zeichen in der Öffentlichkeit wichtig. Erfüllen wir die christlichen Traditionen, Feste und Symbole mit neuem Leben und sorgen wir so dafür, dass die Symbole, und damit verbunden die Werte, der christlich-abendländischen Kultur erhalten bleiben.

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